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#23 Warum die Gen Z migrantisch ist

#23 Warum die Gen Z migrantisch ist

43m 21s

In dieser Folge berichtet die Journalistin Emilija Ilic von den „Jugendstories“, einem Projekt der Arbeiterkammer Wien, welches sie als Social-Media-Beauftragte begleitet. Während der Pandemie und darüber hinaus erhielten Jugendliche und junge Erwachsene bei den „Jugendstories“ die Möglichkeit, selbst einmal im Mittelpunkt zu stehen, ihre Stimme hörbar und ihre Anliegen sichtbar zu machen; Trainings mit professionellen Schauspieler:innen sorgten dafür, dass daraus sogar ein Film ist entstand. Ich spreche mit Emilija über die Sorgen und Zukunftsfragen junger Menschen mit Migrationsbiographie und was es mit ihnen macht, nicht politisch mitbestimmen zu dürfen, aber im Alltag Ausgrenzung und Diskriminierung zu erleben. Und wir kommen...

#22 Ausnahmezustand an Europas Grenzen

#22 Ausnahmezustand an Europas Grenzen

56m 58s

Die Journalistin Franziska Grillmeier berichtet seit Jahren vom Ausnahmezustand, der längst zum Normalzustand wurde, an Europas Grenzen, zuletzt auch in ihrem neuen Buch „Die Insel“ (2023, C.H. Beck). Wir sprechen über das jüngste Schiffsunglück in der Ägäis, Push-Backs und systematische Gewalt, europäische Abschreckungs- und Abschottungspolitik und das Erstarken rechter Parteien in Griechenland. Und wir thematisieren, warum wir alle dafür die Verantwortung tragen und wie wir diese wahrnehmen können.

Franziska Grillmeier auf Twitter: @f_grillmeier

Franziskas Doku-Podcast „Memento Moria“ findet ihr auf allen gängigen Podcastplayern.

Franziskas Reportage zu Fluchtrouten in der Sahara: https://www.zeit.de/politik/ausland/2023-05/niger-gefluechtete-wueste-sahara-route

#21 Spezialfolge zum Weltflüchtlingstag – mit Alma Zadić

#21 Spezialfolge zum Weltflüchtlingstag – mit Alma Zadić

27m 22s

In dieser Spezialfolge zum Weltflüchtlingstag spreche ich mit Justizministerin Alma Zadić, die selbst als Flüchtling aus Bosnien nach Österreich gekommen ist. Wir diskutieren Österreichs ambivalentes Verhältnis zur eigenen Geschichte als Aufnahmeland, wie man die Zugehörigkeit aller hier lebenden Menschen fördern kann und welche Rolle Österreich in der sich verschärfenden EU-Abschottungs- und Auslagerungspolitik spielt. Und Alma Zadić teilt, wie es ihr ganz persönlich an Tagen wie diesen geht, ist ihr doch das Schicksal, vertrieben zu werden und um Aufnahme ansuchen zu müssen, nicht fremd.

#20 EU-Asylrechtsreform – Durchbruch oder Dammbruch?

#20 EU-Asylrechtsreform – Durchbruch oder Dammbruch?

32m 7s

Die EU-Innenminister*innen haben sich diese Woche beim Migrationsgipfel in Luxemburg auf eine Reform des EU-Asylrechts geeinigt. Geplant sind Grenzverfahren an den Außengrenzen sowie eine verpflichtende Solidarität aller Mitgliedsstaaten – entweder durch Aufnahme von Geflüchteten oder in Form von Kompensationszahlungen. Doch sind diese Vorhaben auch umsetzbar? Was bedeuten sie für Geflüchtete und ihr Recht auf Schutz? Und was heißt das für unsere Aufnahmebereitschaft? All das und mehr bespreche ich in dieser Sonder-Solofolge.

#19 Das Recht auf Erbe in der Migrationsgesellschaft

#19 Das Recht auf Erbe in der Migrationsgesellschaft

57m 3s

In ihrem Buch „Recht auf Erbe in der Migrationsgesellschaft“ (Urbanophil, 2023) beschäftigt sich Gülsah Stapel, Kuratorin der Stiftung Berliner Mauer, mit den bislang unbekannten Erinnerungsorten türkeistämmiger Berliner*innen. Im Gespräch mit ihr kreisen wir immer wieder um den Grundgedanken dieses Buchs: Wenn wir Migrationsgesellschaft leben wollen, müssen wir auch die städtische Erinnerungspolitik genauer ansehen. Denn die Art und Weise, wie kulturelles und bauliches Erbe konstruiert wird, kann eine wichtige Rolle auf dem Weg zu einer pluralistischen, vielfältigen Gesellschaft spielen. Wie das in Berlin und in Wien gelingt, hört ihr in dieser Folge.

#18 Die Ambivalenz des Aufbrechens und Ankommens

#18 Die Ambivalenz des Aufbrechens und Ankommens

58m 7s

Über Österreichs Blick auf die Zeit der Gastarbeiterabkommen wurden in letzter Zeit viel diskutiert und gestritten. Doch wie steht es um die Erfahrungen der Gastarbeiter:innen in dieser Zeit? Mit dieser Frage hat sich die Soziologin Faime Alpagu in ihrer Dissertation, die mit dem Dissertationspreis für Migrationsforschung der ÖAW ausgezeichnet wurde, beschäftigt: Sie analysierte Fotografien, Audioaufnahmen und Briefe von Gastarbeiter:innen aus der Türkei und stellte sie offiziellen Dokumenten wie etwa Arbeitsverträgen gegenüber. Was sie dabei zutage förderte und was das für unseren heutigen Umgang mit Gastarbeiter:innen und ihre Nachkommen bedeutet, das beschäftigt Faime und mich in diesem sehr tiefgründigen Gespräch ebenso...

#17 Real Talk mit „Toxische Pommes”

#17 Real Talk mit „Toxische Pommes”

43m 24s

Hoher Besuch bei „Aufnahmebereit“: Irina, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen „Toxische Pommes“, erzählt, wie sie zu ihren Ideen kommt und sie humoristisch verarbeitet. In ihren Videos auf TikTok und Instagram widmet sie sich oft der widersprüchlichen Haltung der Österreicher*innen gegenüber „de Auslända“. Warum dieses Thema wie kein anderes bewegt und wie lächerlich die Anti-Einwanderungsrhetorik manchmal sein kann, besprechen wir in dieser Folge ebenso wie Marginalisierungserfahrungen und fehlende anti-rassistische Aufklärung. Und Irina beantwortet Fragen der Hörer:innen, unter anderem, welche Klischees über Österreicher:innen wahr sind.

#16 Grenzziehungen in Sprache, Diskurs und Gesellschaft

#16 Grenzziehungen in Sprache, Diskurs und Gesellschaft

42m 31s

In dieser Solo-Folge, inspiriert durch eine Tagung des Dokumentationsarchivs Migration Tirol, widme ich mich den Grenzziehungen in der Sprache: In welchem Verhältnis stehen Begriffe wie „Flucht“ und „Migration“, „Exil“ und „Vertreibung“? Welche gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen haben (fehlende) Grenzziehungen zwischen diesen Begriffen? Was würde es bedeuten, wenn wir Flucht und Migration sehr wohl „zusammendenken“? Denn: Ohne Grenzen keine Migration, ohne Grenzziehungen – keine „Anderen“?

#15 (Fehlende) Anerkennung von Migrant*innen und ihren Qualifikationen

#15 (Fehlende) Anerkennung von Migrant*innen und ihren Qualifikationen

41m 27s

Es ist paradox: Überall wird nach „qualifizierter Zuwanderung“ gerufen, aber viele Migrant*innen können ihre mitgebrachten Qualifikationen am österreichischen Arbeitsmarkt gar nicht einsetzen: Sie sind von Dequalifikation betroffen, also für die ausgeübte Tätigkeit (massiv) überqualifiziert. Welche Rolle die mühevolle „Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen“ dabei spielt, wie genau diese in der Praxis abläuft und was es bräuchte, um zugewanderte Menschen als die Ressource wahrzunehmen, die sie für Österreich sind, erklärt mir Aleksandra Panek, Anerkennungsexpertin im Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen.

#14 Das Gastarbajteri-Denkmal

#14 Das Gastarbajteri-Denkmal

40m 36s

Gastarbeiter*innen wären ein Fehler, so tönte es jüngst seitens des offiziellen Österreichs. Die Aussage des Bundeskanzlers entfachte eine neuerliche Debatte über Integration, Einwanderungspolitik und Arbeitskräftebedarf. Einen ressourcenbetonten Zugang zum Thema hat Savo Ristić, Sohn eines kroatischen Gastarbeiters, der sich für die Errichtung eines „Gastarbajteri-Denkmal“ in Wien einsetzt. Warum es das braucht und wie weit seine Initiative gediehen ist besprechen wir in dieser Folge ebenso wie die Ursachen fürs Österreichs nicht immer wertschätzende Haltung gegenüber seinen migrantischen Arbeitskräften.

Zur Initiative: https://www.savo-ristic.com/

Fragen, Anregungen, Feedback, und Beschwerden an aufnahmebereit@wu.ac.at

Twitter: J_Kohlenberger

Instagram: judithkohlenberger

„Aufnahmebereit“ entsteht im Rahmen eines Wissenschaftsvermittlungsprojekts an der WU...