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#32 „Vor Gericht liegt die Zukunft in den Händen der Dolmetscherin“

#32 „Vor Gericht liegt die Zukunft in den Händen der Dolmetscherin“

58m 21s

Fatemeh Jafari ist 2015 von Afghanistan nach Wien geflüchtet und arbeitet heute als zertifizierte Gerichtsdolmetscherin. In dieser Folge erzählt sie ihre Fluchtgeschichte, die über den Iran, die Türkei, die Balkanroute bis nach Kärnten führte, und berichtet über ihre Erfahrungen im österreichischen Asylverfahren. Als Übersetzerin spielt sie heute eine Schlüsselrolle, wenn es vor Gericht darum geht, dass geflüchtete Menschen zu ihrem Recht auf Schutz kommen. Für sich und andere Flüchtlinge in Österreich wünscht sie sich mehr Verständnis und Empathie.

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#31 Asylpolitik für „Normaldenkende“

#31 Asylpolitik für „Normaldenkende“

69m 27s

Rechtspopulisten versuchen ein rückwärtsgewandtes Weltbild, das sogenannte „Retrotopia“ (Zygmunt Bauman) zu verwirklichen, das immer mehr in die Mitte der Gesellschaft hineinreicht. Sie setzen dabei auf „Asylpolitik mit Hausverstand“ und „Normaldenkende“. Wer das ist und wer nicht, das bestimmen sie selbst. Das ist die These, die die Linguistin Ruth Wodak, einer der bekanntesten Wissenschaftlerinnen Österreichs, vertritt. Mir ihr spreche ich über eine sich verschiebende Mitte, die Politik der Angst, und wie ein Gegenentwurf dazu aussehen kann.
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Sonderfolge: „Auch ein Ars**loch hat Menschenrechte“ – 75 Jahre Menschenrechtserklärung

Sonderfolge: „Auch ein Ars**loch hat Menschenrechte“ – 75 Jahre Menschenrechtserklärung

49m 50s

Aus den Gräuel der beiden Weltkriege und den Verbrechen der Shoa gelernt, hat die internationale Staatengemeinschaft vor 75 Jahren die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Seitdem hat sich menschenrechtlich viel getan, nicht immer nur Gutes. Wie es heute um die Menschenrechte im Iran, im Nahostkrieg und in Österreich bestellt ist, wie polarisiert Debatten darüber geführt wird, und warum die Unteilbarkeit von Menschenrechten oft schwierig zu vermitteln und durchzusetzen ist, bespreche ich mit Shoura Hashemi, Juristin und neue Geschäftsführerin von Amnesty International in Österreich.

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#30 Unsichtbar (gemachte) Erntearbeiter*innen in Österreich

#30 Unsichtbar (gemachte) Erntearbeiter*innen in Österreich

44m 29s

Erntearbeiter:innen aus Rumänien, Bulgarien, Serbien, der Ukraine und anderen Drittstaaten sind die ersten, die unser Gemüse berühren und die unsere Nahrungsmittelsversorgung sicherstellen. In der Pandemie waren sie „Systemerhalter:innen“, bei Ausbruch des russischen Angriffskriegs hatte man Sorge, dass sie ausbleiben werden. Sie stehen bei jedem Wetter auf den Feldern, oft rund um die Uhr. Die entsprechende Wertschätzung und Entlohnung bleiben aber oft aus, und auch an der Durchsetzung ihrer Arbeitsrechte hapert es. Warum das so ist und wie das die der Kampagne „Sezonieri“ durch Aufklärung, Lobbying und Sichtbarmachung ändern will, erklärt mir die Journalistin und Aktivistin Sónia Melo in dieser Folge....

#29 Wie kann eine globale Erinnerungskultur an Flucht und Vertreibung gelingen?

#29 Wie kann eine globale Erinnerungskultur an Flucht und Vertreibung gelingen?

45m 18s

Können wir aus der Geschichte und den Geschichten der Gewalt für die Gegenwart lernen oder zeigen uns aktuelle Ereignisse, dass wir als Menschheit immer wieder kläglich an diesem Anspruch scheitern? Wie eine globale Erinnerungskultur gelingen kann und warum sie demokratiepolitisch notwendig ist, zeichnet die Historikerin Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrum München, in ihrem Buch „Gewalt und Gedächtnis“ (2023, Hanser Verlag) nach. Mit ihr spreche ich über die (Un-)Möglichkeit des Erinnerns an Flucht und Vertreibung und die intergenerationale Verantwortung für stete Humanisierung angesichts von Terror, Gewalt und Genozid.

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#28 600 Tage ukrainische Flucht nach Österreich

#28 600 Tage ukrainische Flucht nach Österreich

54m 38s

Mehr als 600 Tage dauert der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine nun schon und seit mehr als 600 Tagen sind tausende ukrainische Frauen und Kinder in Österreich. Ihr anfänglicher Wunsch nach rascher Rückkehr hat sich in dauerhafte Bleibeabsichten gewandelt. Wie es Ukrainer*innen in Österreich heute geht, was die Flucht mit Ehen und Familien gemacht hat, und wann die Fluchterfahrung zur Ressource werden kann, das bespreche ich in dieser Folge mit Alisa Khokhulya, die mit ihren beiden kleinen Kindern aus Cherson nach Wien geflüchtet ist. Heute arbeitet sie als Lehrerin und hat ein Informationsnetzwerk für andere Flüchtlinge aufgebaut.

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#27 Zufluchtsort Israel

#27 Zufluchtsort Israel

49m 55s

Die Eskalation des Nahost-Konflikts hat auch Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen jüdisch, muslimisch und christlich geprägten Menschen in Europa. Gewalt in Sprache und Tat gegen jüdisches Leben nimmt zu, genauso wie Ressentiments gegen Flüchtlinge und Migrant*innen aus muslimischen Ländern, denen der „eingewanderte“ Antisemitismus“ zugeschrieben wird. Haben „wir“ Österreicher*innen unsere Vergangenheit also aufgearbeitet und den Antisemitismus überwunden? Wie werden Juden und Jüdinnen und Palästinenser*innen gleichermaßen politisch instrumentalisiert? Und woraus kann man in Zeiten wie diesen noch Hoffnung für Menschlichkeit und Frieden schöpfen? Diese und weitere schwere Fragen bespreche ich mit Milka Haber von der jüdischen liberalen Gemeinde in Wien.

Milka Haber...

#26 Sehnsuchtsort Deutschland?

#26 Sehnsuchtsort Deutschland?

48m 10s

Isabel Schayani, Journalistin beim Westdeutschen Rundfunk in Köln, ist bekannt für ihre preisgekrönten Berichte von den EU-Außengrenzen und aus humanitären Krisengebieten, zuletzt aus der Ukraine. In ihrem neuen Buch „Nach Deutschland: Fünf Menschen. Fünf Wege. Ein Ziel“, erschienen bei C. H. Beck, gibt sie Menschen, die nach Europa flüchten, ein Gesicht und eine Geschichte. Wir sprechen über die Realität an der Peripherie unseres Kontinents, das Schwanken vieler Flüchtlinge zwischen Hoffnung und Resignation und den hohen moralischen Preis, den Europa zu Schutz seiner Grenzen bereit ist zu zahlen.

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#25 Unsere Wut könnt ihr haben

#25 Unsere Wut könnt ihr haben

39m 27s

Was haben Rassismus, Wut und Widerstand miteinander zu tun? Diesem Spannungsgeld widmet sich die Philosophin, Autorin und Public Speakerin Amani Abuzahra, eine der bekanntesten Referent:innen zum Thema anti-muslimischer Rassismus in Österreich, in ihrem neuen Buch „Ein Ort namens Wut“ (Kremayr & Scheriau, 2023). Amani spricht mit mir über die „feeling power“ der weißen Dominanzgesellschaft, über Wut als aktivierendes Gefühl und Kraftort, und warum Fremdenhass im Grunde immer Selbsthass ist.

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„Aufnahmebereit“ entsteht im Rahmen eines Wissenschaftsvermittlungsprojekts an der WU Wien und wird ermöglicht durch die Förderung „Vom Wissen der Vielen“...

#24 Der migrationspolitische Herbst

#24 Der migrationspolitische Herbst

33m 54s

Zurück aus der Sommerpause bespreche ich die großen migrations- und asylpolitischen Themen des Herbsts: Warum kommt es zu immer mehr Ankünften auf Lampedusa und wie geht Italien damit um? Wie wird es mit dem Asylkompromiss der EU weitergehen? Wohin verlagern sich Schlepperrouten innerhalb Österreichs? Welche Bleibeperspektive haben ukrainische Vertriebene? Wie lange noch müssen wir „Migration und Asyl trennen“? Und wird das Thema Asyl die Wahlkämpfe zum Europäischen Parlament und zum Österreichischen Nationalrat dominieren? Das und noch mehr erfahrt ihr im Saisonauftakt!

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