#87 „Es geht nicht ums Überzeugen, es geht um Augenhöhe" – Menerva Hammad und ihre gelingenden Gespräche über Migration
Dass die Migrationsdebatte kollabiert ist, mag ein Faktum sein – dass sie ganz verloren wäre, will ich nicht anerkennen.
Dass die Migrationsdebatte kollabiert ist, mag ein Faktum sein – dass sie ganz verloren wäre, will ich nicht anerkennen.
Mitschnitt einer Podiumsdiskussion aus Anlass der Eröffnung des Forschungsinstituts für Migrations- und Fluchtforschung und -management (FORM) an der WU Wien. Auf dem Podium zu hören sind AMS-Chef Johannes Kopf, ÖBB-Finanzvorständin Sivia Angelo, Gertrude Schatzdorfer-Wölfel, bis vor kurzem Alleineigentümerin und geschäftsführende Gesellschafterin des Metallzulieferer-Betriebs Schatzdorfer in Zipf in Oberösterreich, und WIFO-Chef Gabriel Felbermayr, der als WU-Professor auch am FORM affiliiert ist. Die Diskussion dreht sich um Chancen der Migration für den Wirtschaftsstandort Österreich, vor allem angesichts des demografischen Wandels und einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung, besonders in den Bundesländern. Was dagegen zu tun wäre, wirtschaftlich wie auch politisch, diskutiert das Podium, teils launig,...
Im Rahmen der Eröffnung des Forschungsinstituts für Migrations- und Fluchtforschung und -management (FORM) spricht Migrationsforscherin Naika Foroutan, Direktorin des Deutschen Instituts für Migrations. und Integrationsforschung (DeZIM) und Professorin an der Humboldt Universität zu Berlin, über Widersprüche der migrationspolitischen Steuerung in Zeiten des demografischen Wandels - und über die Rolle der Migrationsforschung in polarisierten Zeiten.
Wenn von “Integration” die Rede ist, ist damit meist Arbeitsmarktsintegration gemeint. Doch wie funktioniert diese für geflüchtete Männer und Frauen wirklich? Was unterscheidet (oder verbindet) die Jobsuche von niedrig qualifizierten Geflüchteten von jenen mit universitärem Abschluss? Und wie lässt sich Arbeit nicht nur finden, sondern auch halten? Das alles und noch mehr bespreche ich mit Almina Bešić, Assistenzprofessorin am Institut für Internationales Management an der Business School der Johannes-Kepler-Universität Linz.
Mit Historiker und Senior Scientist Johannes Koll spreche ich über das Gedenkprojekt der WU Wien, im Rahmen dessen die Vertreibung jüdischer Wissenschaftler und Studierender von der Hochschule für Welthandel, der Vorläuferinstitution der WU, während der Zeit des Nationalsozialismus aufgearbeitet wurde. Wir besprechen Opfer- und Tätergeschichten, etwa jene der Brüder Eder, und historische (Dis-)Kontinuitäten. Was kann die historische Exilforschung zu aktuellen Fragestellungen der Migration, Aufnahme und Ausgrenzung beitragen?
Welchen Effekt können Antidiskriminierungsworkshops in einer Welt des salonfähigen Rassismus und des Aufstiegs autoritärer Regime überhaupt noch haben? Und ist es um unsere Schulen wirklich so schlimm bestellt, wie die politmediale Debatte manchmal suggeriert? Bildungswissenschaftlerin und Menschenrechtskonsulentin Melinda Tamás, selbst als Kind aus der rumänischen Diktatur nach Österreich geflüchtet, erklärt, wie Extremismus- und Rassimusprävention funktionieren - und warum sie Hand in Hand gehen.
In dieser Crossover-Folge mit dem Podcast „Frau Hittisau“ des Frauenmuseums im vorarlbergerischen Hittisau spreche ich mit Host Nora Drissner über Ein- und Ausschlussmechanismen in der Demokratie. Wir widmen uns dem vielzitierten „Wir-Gefühl“ und seiner politischen Instrumentalisierung und gehen der großen Frage nach, ob sich in einer Welt der Aufrüstung überhaupt noch Friedensprozesse gestalten lassen.
Podcast “Frau Hittisau”:
https://open.spotify.com/show/5zEfSepfJz5RAJFQGXByUt
Migrantische Unternehmer:innen aus dem Balkan prägen seit vielen Jahren das Wiener Stadtbild. Im Gastro-Bereich tragen sie zur kulinarischen Vielfalt der Stadt bei und haben sich als wesentliche wirtschaftliche Akteure etabliert. Doch wie geht es ihnen als Projektionsfläche oftmals widersprüchlicher Integrationserwartungen und wie navigieren sie zwischen unterschiedlichen (Küchen-)Kulturen? Nadine Thielemann, Professorin für Interkulturelle Kommunikation an der WU Wien und affiliierte Forscherin am FORM hat das in einer aktuellen Studie untersucht.
Religion und Migration sind zwei Begriffe, die in der politischen Debatte kaum mehr voneinander zu trennen scheinen.
Jesús Crespo Cuaresma, Professor of Marcoeconomics at WU Vienna, who has published extensively on climate-conflict migration, shares his decades-long insight into migration research and science communication: What works, what doesn’t work, and where researchers’ responsibility for how their research is publicly and politically received ends. We also explore Jesus’ own experience as a migrant in Austria and why arriving in the mid-1990s meant a true culture shock for him.
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